Herren II - Runde 8

Die achte Runde stand dieses Mal unter ganz besonderenVorzeichen. Headcoach Burgemeister feierte am Vorabend seinen 30. Geburtstag und wie es sich gehört, wurde dieser im Kreise (unter anderem) der zweiten Mannschaft ausgiebig gewürdigt. Da tabellarisch weder nach oben noch nach unten noch allzu viel möglich war, wurde die Gelegenheit beim Schopf gepackt und entsprechend gefeiert. Ob das im Nachhinein die optimale Spielvorbereitung war, bleibt Interpretationssache.

Am Sonntag besammelte sich das Team mehr oder weniger pünktlich. Erste positive Erkenntnis: (fast) alle waren da. Einzig ein krankheitsbedingter Ausfall musste hingenommen werden. Nachdem endlich geklärt war, wer nun fahren darf, stellte man fest, dass da noch einer daherkommt. Timo hatte noch etwas mehr Verspätung und wäre beinahe stehen gelassen worden.

Die rund 50-minütige Fahrt nach Kaisten verlief ruhig. Vor Ort wurde schnell klar, dass die Nachwehen des Vorabends nicht bei allen spurlos vorbeigegangen waren. Zwischen Magen-Darm-Beschwerden und allgemeiner Müdigkeit stellte sich die Frage, ob eine Grippe im Umlauf war oder ob doch eher das Geburtstagsmenü eine Rolle spielte ;)

Unihockey Mümliswil vs. White Goose 2:4 (1:1)

Die Vorbereitung auf das erste Spiel darf rückblickend als „ausbaufähig“ bezeichnet werden. Zwar schafften es alleirgendwie aufs Feld zum Einspielen, die Intensität hielt sich jedoch in Grenzen.

Überraschend dann der Blick auf die Tribüne: Einige mitgereiste Fans sorgten für zusätzliche Aufmerksamkeit und erhöhten den Druck gleich ein wenig. Mümliswil startete dennoch ordentlich in die Partie und konnte früh in Führung gehen. Bis zur Pause glich White Goose jedoch zum 1:1 aus. Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gastgeber zunehmend das Spieldiktat und stellten auf 3:1. Die Chancen für Mümliswil waren durchaus vorhanden, allerdings schien an diesem Tag ein zusätzlicher Mitspieler auf dem Feld zu stehen: der Chancentod. Trotz Überzahlspiel und dem Anschlusstreffer durch Timo zum 2:3 reichte es am Ende nicht. White Goose setzte mit einem Treffer ins leere Tor den Schlusspunkt.

Der Gegner war insgesamt einen Tick fitter, konzentrierter und effizienter. Oder, wie es der Überraschungszuschauer Damian Bader treffend formulierte: „Schiesset doch mou die Gou, de gwünnetdrvilech au!“ Damian wählte im weiteren Verlauf des Nachmittags eine andere Aktivität als das zweite Spiel anzuschauen, die Gründe dafür sind bisher unbekannt.

Die Pause: Zwischen Regeneration, Bildungs- und Überraschungsprogramm
Die Pause wurde unterschiedlich genutzt. Während einige versuchten, verlorene Energie zurückzugewinnen, teils sogar liegend in der Garderobe, zog es die etwas Fitteren (unter anderem den Verfasser dieses Berichtes) ans Spielfeld.

Für Unterhaltung sorgten dabei nicht nur die laufenden Spiele, sondern auch Diskussionen über den Spielplan. AndyWirthlinwar sich aber sicher: „Wir haben zwei Spiele Pause, ich habe nachgeschaut.“ Gut, dann widmeten wir uns wieder dem Spiel. Parallel dazu glänzte Jonas Bader (jung) mit beeindruckendem Tierwissen zu exotischen und kuriosen Arten. Details dazu können bei ihm persönlich eingeholt werden.

Als dann die Frage auftauchte, wer denn nun im nächsten Spiel aufeinandertreffen würde, stellte so manch einer am Spielfeldrand fest, dass der Name der eigenen Mannschaft auf dem Spielplan stand. Immerhin, es waren noch 10 Minuten auf der Matchuhr. Danke Andy für nichts :)

Unihockey Mümliswil vs. Bohrmaschine Zeiningen 5:1 (3:0)

Trotz der Fehlinterpretation des Spielplans blieb immerhin genügend Zeit für eine spontane, wenn auch knappe Vorbereitung auf das zweite Spiel.

Gegen Bohrmaschine Zeiningen war ein Sieg Pflicht. Mümliswil startete entsprechend fokussiert und konnte durch einen Hattrick von Andy bis zur Pause auf 3:0 stellen (ob dieser wohl nicht an der Party war?).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Mümliswil spielbestimmend. Zwar gelang dem Gegner noch ein Treffer, ernsthaft in Gefahr geriet der Sieg jedoch nicht mehr.

Schlussfazit
Spielerisch war es sicherlich keine Glanzleistung. Vielmehr lebte der Tag von kuriosen Szenen, ungewohnten Bewegungsabläufen und einer insgesamt eher lockeren Herangehensweise. Dennoch stehen am Ende zwei Punkte zu Buche, was unter den gegebenen Umständen durchaus als Erfolg gewertet werden kann.

Ein grosses Dankeschön geht an die mitgereisten Zuschauer, die sich das Spektakel trotz allem nicht entgehen liessen und mit eigenen Tippspielen (Wer war an der Party und wer nicht?) bestens unterhalten wurden.

Wer nun denkt, die Saison sei damit abgeschlossen, liegt falsch. Am 19. April steht in Untersiggenthal noch die letzte Meisterschaftsrunde an. Dort geht es ein letztes Mal um Punkte und vielleicht auch um eine etwas seriösere Vorbereitung.